Katzenverhalten deuten und warum Katzen schnurren?

Katzenverhalten deuten und warum Katzen schnurren?

Katze beim schnurren by Mywhispercats.com

Egal ob Hauskatze, Freigänger oder Streuner, alle Katzen legen ihr eigenes Verhalten an den Tag. Mittels Körpersprache, Mimik und verschiedenen Lauten wie schnurren und miauen kommunizieren Katzen untereinander und mit uns Menschen. Dabei fällt es uns manchmal schwer herauszufinden was uns Katzen mit ihrem Verhalten mitteilen wollen. So kann es dann schon mal zu Missverständnissen kommen. Um diese bestmöglich zu vermeiden und das Katzenverhalten besser deuten und verstehen zu können, findest du hier Verhaltensweisen und ihre Bedeutung.

Katzenlaute: Warum Katzen schnurren und miauen?

Der wohl bekannteste Katzenlaut ist das Miauen. Es ist ein ruf in hoher Stimmlage den Katzenbesitzer häufig hören. Mit dem miauen wollen Katzen auf eine bestimmte Situation hinweisen. Häufig wollen sie uns mit ihrem miauen sagen, dass sie hunger haben, gestreichelt werden wollen oder ins Haus wollen. Im allgemeinen bedeutet das miauen einer Erwachsenen Katze aber meist, dass sie jetzt deine Aufmerksamkeit will.

Je nach Situation kann sich die Tonlage des miauen verändern. So kann es sich nach längerer Zeit ohne menschliche Reaktion in die Länge ziehen und lauter werden. Entwickelt die Katze aus irgendeinem Grund einen Angstzustand, kann es sich auch zu einem heulen verstärken.

Katzen schnurren

Das typische Schnurren ist oft der erste Laut den Neugeborene Kätzchen von sich geben und von ihrer Mutter wahrnehmen. Katzenbabys kommen blind und taub zur Welt. Durch das Vibrieren welches die Katzenmutter beim schnurren erzeugt, finden die kleinen aber trotzdem zu den Zitzen der Mutter.

Meist ist das Schnurren der Katze ein Zeichen für Wohlbefinden und so drückt sie mit dem im Atemrhythmus an und ab-fallenden schnurren ihre Zufriedenheit aus. Der angenehme „brumm“ Laut kann auch als Zeichen von Begeisterung und Vorfreude auf etwas gedeutet werden. Dieses soziale Katzenverhalten kann oft beim streicheln oder manchmal einfach beim gemeinsamen rasten beobachtet werden.

Aber Katzen schnurren nicht nur um Ihre Zufriedenheit auszudrücken, sondern auch um sich selbst zu beruhigen. So kommt es vor, dass Katzen bei Schmerzen oder Krankheit schnurren und dann auch beispielsweise beim Tierarztbesuch. Mit diesem Verhalten möchte sie sich zum einen beruhigen, zum anderen teilt sie uns mit, dass sie friedlich gestimmt ist.

Es wird auch davon ausgegangen, dass das Schnurren der Selbstheilung dient und die sanften aber stetigen Vibrationen einen positiven Effekt auf Organe und Knochen haben.


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Weitere Katzenlaute

  • Fauchen: Ein scharfer Fauchton der für Tiere, wie auch für Menschen eindeutig als Warnsignal zu deuten ist.
  • Jaulen: Auch manchmal als kurzer Schrei wahrzunehmen. Kann beispielsweise bei Raufspielen vorkommen und dient als Zeichen, dass es zu grob geworden ist.
  • Knurren: Dabei bleiben die Zähne der Katze geschlossen und sie will klar machen, dass der begehrte Leckerbissen auf keinen Fall geteilt wird. Aus einem knurren kann schnell ein Fauchen und ein darauf folgender Angriff werden.

Der Katzenschwanz und seine Signale

Der Katzenschwanz mit seinen bis zu 23 Wirbeln, dient nicht nur als Balanceorgan, sondern auch zum ausdrücken verschiedener Stimmungen. Mit ihm übermitteln Katzen jede Menge Signale, er ist somit ein wichtiger Bestandteil in der Körpersprache der Katze.

Wie bei den Katzenohren, gibt es auch beim Katzenschwanz ein paar typische Signale die wir und andere Katzen deuten können. Einige davon sind auch für uns Menschen klar und einfach zu verstehen. Andere wiederum sind nicht eindeutig und können erst in Kombination mit weiteren Verhaltensweisen wie beispielsweise der Stellung der Ohren oder der Körperhaltung gedeutet werden.

Was bedeuten die verschiedenen Bewegungen und Stellungen?

  • Ragt der Katzenschwanz kerzengerade in die Höhe, dann ist das meist ein gutes Zeichen und bedeutet, dass die Katze gut gelaunt und fröhlich ist. Zuckt und zitter der Schwanz dabei auch noch leicht, dann fühlt sich die Katze sehr wohl. Diese Stellung kann beispielsweise beobachtet werden, wenn Ihre Katze sie beim nach Hause kommen begrüßt.
  • Ist der Schwanz nach oben eingeringelt, dann ist die Katze im Moment zufrieden.
  • Ist der Katzenschwanz aufgerichtet und zeigt nach oben, aber die Schwanzspitze nach unten. Dann ist das Tier an etwas interessiert und ist freundlich gesinnt.
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  • In neutraler Stimmung, neigt sich der Schwanz meist leicht nach unten, nur die Spitze zeigt dabei ein wenig nach oben.
  • Fühlt sich eine Katze bedroht, unsicher oder ängstlich, dann ist ihr Schwanz meist nach unten gesenkt oder sogar zwischen den Hinterbeinen eingeklemmt. 
  • Ein gesenkter und zudem stark aufgeplusterter Katzenschwanz lässt auf große Furcht schließen.
  • Ist der Katzenschwanz voll aufgeplustert und neigt sich stark zur Seite, dann ist das ein eindeutiger Hinweis auf Aggressivität. Peitscht der Schwanz dann wild hin und her, ist die Katze bereit jederzeit anzugreifen.

Stimmungsbarometer Katzenohren

Im Gegensatz zum Menschen, können Katzen ihre Ohren flexibel und unabhängig voneinander bewegen. Dadurch können sie Geräusche aus verschiedenen Richtungen wahrnehmen. Die Stellung der Ohren verändern sie aber nicht nur bei Geräuschen aus verschiedenen Richtungen, sondern auch basierend auf ihrer Stimmung. Deshalb werden Katzenohren zu einem unterschätzten, aber ausdrucksstarken Kommunikationsmittel mit dem sie allerhand mitteilen können.

Mehr über Katzenverhalten & Erziehung findest du in unserem Katzenforum

Typische Ohrsignale und ihre Bedeutung

Entspannung: Die Ohren sind nach vorne offen aufgestellt und zeigen leicht nach außen. Manchmal bewegen sie sich, wenn die Katze interessanten Geräuschen lauscht.

Wachsamkeit: Ist die Katze wachsam und konzentriert werden die Ohren der Katze gespitzt und direkt in Blickrichtung des Geschehens nach vorne gerichtet. Bemerkt sie interessante Geräusche von der Seite, kann sich ein Ohr kurz zur Seite drehen, dabei bleibt der Blick der Katze aber meist nach vorne gerichtet.

Aufregung: Bei Veränderungen im Umfeld oder anderen Ursachen die zur Erregung der Katze führen, kann es zum zucken der Ohren kommen. Dabei bewegen sich die Katzenohren unabhängig voneinander hin und her, um so alle möglichen Geräusche wahrzunehmen.

Angst: Ist die Katze ängstlich, dann zeigen ihre Ohrspitzen nach hinten und unten. Je größer die Angst, desto intensiver klappt sie die Ohren nach unten. Bei sehr großer Angst liegen die Ohren flach am Kopf an. Dieses Katzenverhalten wird aus Instinkt an den Tag gelegt um bei etwaigen Kämpfen die sensiblen Ohren zu schützen. Wenn man die Katze dann von vorne ansieht, werden die flach anliegenden Ohren beinahe unsichtbar.

Aggression: Ist eine Katze in feindseliger oder angriffslustiger Stimmung, dann zeigen ihre Ohren angespannt, aber nicht ganz flach nach vorne. Bei dieser Ohrstellung wird die Ohrrückseite von vorne sichtbar. Dieses Ohrsignal ist wohl das gefährlichste, welches von Katzen signalisiert werden kann.

Weiteres Katzenverhalten

Du kennst es sicher, wenn sich deine Katze mit ihrem Körper fest an deine Beine schmeichelt? Dabei ist der Schwanz der Katze leicht aufgestellt und sie markiert dich mit ihrem Duft als Zeichen der Zugehörigkeit.

Stupst dich deine Katze mit ihrer feuchten Nase an, macht sie das nicht um dich zu ärgern. Mit dieser Geste will sie andeuten, dass sie sich mit dir verbunden und sicher fühlt.

Um das Katzenverhalten noch besser verstehen und deuten zu lernen, beobachte deine Katze einfach in verschiedenen Situationen. Dabei wirst du immer mehr verstehen, was dir deine Katze mit ihrem Verhalten sagen will.

Wie gut kennst du dich eigentlich mit Katzen aus? Teste jetzt dein Katzenwissen mit unserem Quiz.

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